Das Ende des Heizungsgesetzes – Was kommt jetzt?
Shownotes
In dieser Folge von Stein auf Stein – Der Eigenheimpodcast der Vereinten Volksbank sprechen wir über die nun bekannt gewordenen Eckpunkte des neuen Gebäudemodernisierungsgesetztes kurz GMG. Gasheizung oder Wärmepumpe? Diese Frage stellen sich nun wieder viele Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer. Das Verbot ab dem 01.07.2026 neue Gas- und Ölheizungen einzubauen ist vom Tisch. Warum es trotzdem sinnvoll ist sich mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzen und was die EU zur aktuellen Diskussion beiträgt, erfahrt ihr hier.
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Vanessa Sendler: Der Eigenheim-Podcast der Vereinten Volksbank,
Vanessa Sendler: Ich bin Vanessa Sendler und in Stein auf Stein, der Eigenheim-Podcast der Vereinten
Vanessa Sendler: Volksbank, sprechen wir heute über die neuen Regelungen bei der Gebäudemodernisierung.
Vanessa Sendler: Dazu sage ich guten Morgen, Boris Blank.
Boris Blanck: Hallo Vanessa, guten Morgen, grüß dich.
Vanessa Sendler: Guten Morgen. Ja, wir haben schon vielleicht ein bisschen damit gerechnet, dass sich vor dem 1.7.
Vanessa Sendler: Diesen Jahres nochmal irgendwas tut, dass es da nochmal Änderungen geben wird.
Vanessa Sendler: Und genauso kommt das Gebäudeenergiegesetz oder auch Heizungsgesetz,
Vanessa Sendler: wie es umgangssprachlich gerne genannt wird, wird geändert in ein Gebäudemodernisierungsgesetz.
Vanessa Sendler: Am 24.02. hat die Koalition aus CDU und SPD die Eckpunkte bekannt gegeben.
Vanessa Sendler: Ganz überraschend ist es nicht. Wie war dein Eindruck zu der Bekanntgabe?
Boris Blanck: Ja, also es ist ja halt auf jeden Fall ein Themenfeld, in dem immer sehr viel passiert.
Boris Blanck: Und da war dann irgendwann klar durch Bildung der neuen Spitze,
Boris Blanck: dass man auch an dieses Gesetz auch dann dementsprechend mal rangehen wird und
Boris Blanck: die Veränderungen, ich meine, sind ja nicht so ganz bekannt,
Boris Blanck: wir kennen ja nur Eckpunkte daraus,
Boris Blanck: wird aber mit Sicherheit schon wieder mal einschneidende Wirkung haben,
Boris Blanck: zumindest mit Blick in Richtung Zukunft, gerade was das ganze energetische Thema
Boris Blanck: auch in Zukunft betreffen wird.
Vanessa Sendler: Genau, dazu wichtig zu sagen, dass diese 65%-Regelung wegfällt,
Vanessa Sendler: die ja zum Beispiel für Bottrop ab 1.7.
Vanessa Sendler: Diesen Jahres wichtig gewesen wäre. Das heißt,
Vanessa Sendler: Thema war zunächst, dass ab 1.7.26 keine Wärmeerzeuger, die komplett auf fossiler
Vanessa Sendler: Energie beruhen, mehr eingebaut werden dürfen, sondern dass eben mindestens
Vanessa Sendler: 65% aus erneuerbaren Energien kommen muss.
Vanessa Sendler: Was dazu führte, dass letzten Endes die Wärmepumpe das Heilmittel war oder eben
Vanessa Sendler: die Fernwärme, die in Bottrop ja auch gut ausgebaut wird.
Vanessa Sendler: Zum 1.7.28 hätte das auch für unser weiteres Geschäftsgebiet,
Vanessa Sendler: nämlich für Dorsten gegolten, aber eben dieses Gesetz wurde gekippt oder wird gekippt.
Vanessa Sendler: Und eben durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt.
Boris Blanck: Genau, am 25.03. soll es wohl verabschiedet werden.
Boris Blanck: Wie gesagt, also die Veränderung, wie du gerade eben schon sagtest,
Boris Blanck: die 65 Prozent fallen weg.
Boris Blanck: Man wird sich jetzt hier auf eine neue Grüngasquote, habe ich recherchiert,
Boris Blanck: so heißt es wohl, dann dementsprechend dann festlegen.
Boris Blanck: Wobei da aber auch die einzelnen Stufen wohl noch nicht ganz so geklärt sind,
Boris Blanck: wo das Ganze hingehen soll.
Boris Blanck: Da wird man wohl dann auch erst wohl irgendwo Ende des Quartals mit genauen Zahlen rechnen können.
Boris Blanck: Aber der Faktor ist, das Thema 65 Prozent wird erst mal vom Tisch gefegt.
Boris Blanck: Das heißt also, Möglichkeiten bestehen zumindest auch wieder zu sagen,
Boris Blanck: okay, komm, man greift auf Altbewährtes zurück.
Boris Blanck: Sprich, die guthalte Gasheizung kann doch wieder mal eingebaut werden.
Boris Blanck: Ob es für die Zukunft dann so sinnvoller sein wird, wird man dann wieder sehen.
Boris Blanck: Aber zumindest durch die Kippung dieser 65-Prozent-Regelung ist das Ding auf
Boris Blanck: jeden Fall wieder mal am Kopf.
Vanessa Sendler: Viele Kundinnen und Kunden atmen gerade auf. Also ich hatte gerade in der letzten
Vanessa Sendler: Woche schon Gespräche dazu, wo Leute dann sagten, Gott sei Dank und jetzt müssen
Vanessa Sendler: wir die Entscheidung nicht treffen.
Vanessa Sendler: Und dann können wir jetzt auch vielleicht Ende des Jahres die neue Gasheizung
Vanessa Sendler: dann doch nochmal wieder einbauen oder auch nicht.
Vanessa Sendler: Diese Erleichterung kann ich ein Stück weit natürlich erstmal nachvollziehen.
Vanessa Sendler: Aber naja, beim Blick heute,
Vanessa Sendler: als ich gerade an der Tankstelle vorbeigefahren bin und gesehen habe,
Vanessa Sendler: dass der Liter Diesel 2,20 Euro kostet, weiß ich nicht, ob es wirklich so sinnvoll
Vanessa Sendler: ist, noch auf Öl und Gas zu setzen.
Boris Blanck: Ja, gerade weil ja halt durch diese Grüngasquote, die jetzt hier dann ins Leben
Boris Blanck: gerufen werden soll, ja eigentlich auch schon der Plan besteht,
Boris Blanck: dass ab 2029 mindestens 10 Prozent für die Kohle,
Boris Blanck: Öl und Gas halt zum genutzten Gase aus erneuerbaren Energien herauskommen müssen.
Boris Blanck: Und da soll ja sukzessive bis 2045, glaube ich, habe ich gelesen,
Boris Blanck: auf 100 Prozent angepasst werden.
Boris Blanck: Und da muss man sich halt auch die Frage stellen, wo soll das herkommen?
Boris Blanck: Und wenn ja, ist es natürlich auch ein knappes Gut, was auch von den Kosten
Boris Blanck: her aufwendig ist, auch zu produzieren.
Boris Blanck: Und das wird natürlich dann irgendwo auch auf den Verbrauchern dementsprechend mit umgelegt.
Boris Blanck: Das heißt also jetzt momentan auf jeden Fall für viele vielleicht eine Erleichterung,
Boris Blanck: Dass man sagen kann, okay, ich muss jetzt nicht auf diese Wärmepumpe aufsteigen,
Boris Blanck: die mir ein Riesenloch in die Tasche reinreißen wird, gerade was die Kosten dann auch betrifft.
Boris Blanck: Kann halt zumindest auf das Altbewährte dann mitsetzen, aber mit Blick in Richtung
Boris Blanck: Zukunft, sprich Perspektive die nächsten fünf Jahre, könnte das schon ein bisschen
Boris Blanck: schwieriger werden dann auch.
Vanessa Sendler: Nein und reist die Wärmepumpe wirklich am Ende so ein Riesenloch ins Portemonnaie?
Vanessa Sendler: Ich denke durch die Förderung, die es im Moment ja auch noch gibt und wenn ich
Vanessa Sendler: dann eben diese Wärmepumpe in meine selbstgenutzte Immobilie einbaue,
Vanessa Sendler: dann kriege ich eine Förderung 50, 55, teilweise sogar 70 Prozent.
Vanessa Sendler: Das ist super. Plus die zinsgünstigen Kredite, die ich dafür noch nutzen kann.
Vanessa Sendler: Die KfW hat zwei Kreditprogramme, um das Ganze zu finanzieren,
Vanessa Sendler: im Programm 358 oder eben 359.
Vanessa Sendler: Das funktioniert und am Ende des Tages ist auch die neue Gasheizung in der Anschaffung nicht günstig.
Vanessa Sendler: Und ob sie dann am Ende des Tages, wenn man mal zehn Jahre weiterschaut,
Vanessa Sendler: wirklich so viel preiswerter auch betrieben wurde oder die Wärmepumpe dann doch die bessere Wahl war.
Boris Blanck: Es ist halt einfach die Abhängigkeit, die man halt hat.
Boris Blanck: Also gerade was dieses ganze Thema halt dann betrifft, letztendlich wie die
Boris Blanck: Gasheizung ja auch betrieben werden muss.
Boris Blanck: Denn wenn man ja wirklich dann auf dieses Thema drauf geht und es muss halt
Boris Blanck: dann aus erneuerbaren Energien heraus stammen, also zumindest ein Großteil des
Boris Blanck: Produkts, was es dann ausmacht, wird natürlich dann auch ein Kostenfaktor.
Boris Blanck: Also man sieht es ja heute auch schon, wenn du heute sagst, du beziehst irgendwo
Boris Blanck: Gas über einen Anbieter, der halt irgendwo auch dann auf ökologische Umweltdinge,
Boris Blanck: Bio-Dinge auch dann dementsprechend damit achtet, ist natürlich halt auch schon
Boris Blanck: deutlich teurer, als wir jetzt irgendwo die Standardversorgung,
Boris Blanck: die man dann da irgendwo hat.
Boris Blanck: Und dann halt dann, es wird nicht,
Boris Blanck: Und wenn man gerade mal sieht, was jetzt so eine Geschichte hier dem Naustkrieg
Boris Blanck: da ausmacht, wie sich das jetzt mal innerhalb von elf Tagen auf den Spritpreis
Boris Blanck: ausgewirkt hat, wird man natürlich jetzt auch mal sehen, wie sich das natürlich
Boris Blanck: dann auf solche Dinge herauswirken wird.
Vanessa Sendler: Ja und ich finde man liest in diesen ganzen Artikeln immer ja wunderbar,
Vanessa Sendler: man kann ja dann Biogas nutzen und Wasserstoff nutzen und wenn man dann wieder
Vanessa Sendler: andere Artikel liest, dann ist eigentlich klar, dass Wasserstoff viel zu teuer
Vanessa Sendler: ist, also dass man das überhaupt nicht bezahlen kann,
Vanessa Sendler: wenn der in großen Mengen jetzt auch von den privaten Haushalten genutzt wird.
Vanessa Sendler: Man liest eher, dass die Industrie den brauchen wird und dass das für private
Vanessa Sendler: Haushalte gar nicht stemmbar sein wird.
Vanessa Sendler: Also schwierig und ich fände es fatal, wenn diese Neuerung jetzt am Ende den
Vanessa Sendler: Kundinnen und Kunden signalisiert, hey, baut bitte einfach eure neue Gasheizung ein.
Boris Blanck: Ja, und das, was man bei sowas immer auch sagen muss, finde ich,
Boris Blanck: das ist halt immer so aktueller Stand jetzt.
Boris Blanck: Also es hat unsere momentane Bundesregierung, die jetzt hier was Neues beschlossen
Boris Blanck: hat, das alte, das ursprüngliche GEG wurde jetzt genauso außer Kraft gesetzt,
Boris Blanck: wie es halt dann in drei, vier Jahren auch wieder außer Kraft gesetzt werden kann.
Boris Blanck: Und ich bin absolut bei dir, die Förderprogramme der KfW, also gerade das Programm
Boris Blanck: 358, was ja letztendlich für selbstgenutztes Wohneigentum auch gilt, wenn gewisse,
Boris Blanck: Voraussetzungen eingehalten werden, gibt es nach wie vor noch und es ist ein
Boris Blanck: super Produkt, wo man sich einfach mit beschäftigen,
Boris Blanck: oder wo wir das auch für unsere Kunden natürlich auch gerne auch tun,
Boris Blanck: wo man einfach sieht, okay, komm, ganz so kostenintensiv, zumindest was bei
Boris Blanck: mir letztendlich final hängen bleibt, ist das ganze Thema dann doch nicht.
Boris Blanck: Und man ist zumindest erstmal nach aktuellem Stand für die Zukunft einfach mal vernünftig aufgebaut.
Boris Blanck: Weil ich glaube, du hast ja auch nochmal nachguckt, das ganze Thema EU-Richtlinie,
Boris Blanck: was sich dann so ein bisschen auf das Thema auch Gebäudehülle dann irgendwann
Boris Blanck: mal erstreckt, wird für die nächsten Jahre auch kein Zuckerschleck werden für
Boris Blanck: unsere Häuslerbesitzer.
Vanessa Sendler: Genau, ab Mitte Mai diesen Jahres sollen die EU-Richtlinien auch in Deutschland
Vanessa Sendler: in nationales Recht entsprechend umgesetzt werden und die EU zielt halt vielmehr darauf ab,
Vanessa Sendler: nicht zu sagen, naja die und die Heizung muss, sondern dass man eher sagt,
Vanessa Sendler: der Gebäudebestand muss insgesamt energieeffizienter werden,
Vanessa Sendler: das Gebäude an sich muss nachhaltiger werden.
Vanessa Sendler: Die Worst Performing Buildings, also die letzten Endes die Gebäude,
Vanessa Sendler: die wirklich am schlechtesten energetisch aufgestellt sind, genau die müssen
Vanessa Sendler: saniert werden, um auf einen besseren Stand gehoben zu werden.
Vanessa Sendler: Das ist total vernünftig und das spielt da ja auch noch mit rein.
Vanessa Sendler: Also selbst wenn man jetzt hier in Deutschland erstmal sagt,
Vanessa Sendler: naja, ihr könnt ruhig nochmal eine Öl- oder Gasheizung einbauen,
Vanessa Sendler: am Ende kommt das europäische Recht, was aber sagt, dass das Gebäude insgesamt
Vanessa Sendler: energieeffizienter werden muss.
Vanessa Sendler: Und wenn ich dann hingehe und sage, naja, okay, ich muss mein Dach anders dämmen,
Vanessa Sendler: ich muss meine Fassade vielleicht dämmen, ich muss mal neue Fenster einbauen,
Vanessa Sendler: dann macht es am Ende auch absolut Sinn, eben nicht die Gasheizung zu nehmen,
Vanessa Sendler: sondern dann auch mit der Wärmepumpe zu arbeiten und sich damit nachhaltiger aufzustellen.
Boris Blanck: Also das auf jeden Fall schon mal Richtung Zukunft auch das Ganze mal auszurichten.
Vanessa Sendler: Ja, die Barverförderung gibt es auch noch, eben genau für diese Themen.
Vanessa Sendler: Da werden Dächer gefördert, da wird die Fassade, werden Fenster gefördert.
Vanessa Sendler: Ich habe das Gefühl, dass auch da im Moment noch eine große Nachfrage da ist.
Vanessa Sendler: Ich habe letzte Woche, glaube ich, drei Gespräche geführt, wo ich das Kreditprogramm
Vanessa Sendler: 358 der KfW angeboten habe, um damit Maßnahmen zu finanzieren,
Vanessa Sendler: die über die BAFA wiederum mit Zuschüssen gefördert sind.
Vanessa Sendler: Also gerade Dächer machen meine Kundinnen und Kunden im Moment BAFA gefördert.
Boris Blanck: Ja, also es ist halt nach wie vor, es ist schön, dass es solche Förderungen
Boris Blanck: auch gibt. Ich finde, es ist halt immer noch wichtig.
Boris Blanck: Schwierig die Transparenz sein, in diesen ganzen Dschungel da mal irgendwo reinzubekommen,
Boris Blanck: weil es halt einfach so vieles gibt.
Boris Blanck: Du hörst so vieles und das irgendwo alles zu selektieren und dann zu sagen,
Boris Blanck: okay komm, das ist genau halt für uns das Richtige.
Boris Blanck: Da bist du halt einfach auf den Experten, in dem Fall einen Energieberater angewiesen,
Boris Blanck: der dich halt dann dahingehend auch dann unterstützt. Nicht nur bei der Berechnung,
Boris Blanck: was macht für dein Haus Sinn, sondern auch welche Möglichkeiten gibt es.
Boris Blanck: Und dann liegt es halt an uns beiden, oder stellvertretend jetzt wir beide für
Boris Blanck: unsere Kollegen auch mit, dass wir halt dann für unsere Kunden auch die besten
Boris Blanck: Finanzierungsmöglichkeiten hier auch aussuchen, die es dann dazu geben kann.
Vanessa Sendler: Ja, ganz genau. Also ich denke immer, erster Schritt der Energieberater,
Vanessa Sendler: der sich einfach das Haus im Ganzen mal anschaut, der guckt,
Vanessa Sendler: welche Heizung ist effizient, was passt, was sollte man ansonsten an Maßnahmen noch ergreifen.
Vanessa Sendler: Dann die Angebote einholen von den Handwerkern, vielleicht auch mal zwei,
Vanessa Sendler: drei Angebote einholen, vergleichen, mit uns sprechen.
Vanessa Sendler: Wir schauen, welche Förderung genutzt werden kann und du hast es gerade angesprochen,
Vanessa Sendler: das ist teilweise auch echt ein Dschungel an Förderung,
Vanessa Sendler: wo es wichtige Zeitpunkte gibt, die man einhalten muss, bestimmte Anträge,
Vanessa Sendler: die man einfach rechtzeitig stellen muss, bevor man anfängt oder auch nicht.
Vanessa Sendler: Das ist einfach unterschiedlich und dafür ist wichtig, dass man da gute Leute
Vanessa Sendler: an der Hand hat, die einen beraten und die einen im Prinzip durch diesen Dschungel
Vanessa Sendler: führen, die Förderprogramme erklären und dann die passende Finanzierungslösung anbieten.
Boris Blanck: Ja, ich glaube, wenn man sich da mit dem Themenfeld da richtig auseinandersetzt,
Boris Blanck: kannst du echt richtig Kohle sparen.
Boris Blanck: Also sei es beim Aufbau der Finanzierung, wenn man halt dann wirklich auf den
Boris Blanck: Weg dann gehen sollte, das über die KfW zu stellen oder halt hinterzusagen durch
Boris Blanck: ein Return des Investors über die BAFA, wo man sagt, okay komm,
Boris Blanck: ich bekomme da meine Zuschüsse, dementsprechend von der BAFA wird ausgezahlt.
Boris Blanck: Also das ist schon eine super Geschichte, aber es ist halt auch sehr komplexes
Boris Blanck: Themengebiet, muss man einfach sagen.
Boris Blanck: Also ich finde diese Gespräche auch sehr anspruchsvoll, wenn wir diese auch führen müssen.
Vanessa Sendler: Das stimmt. Es macht Spaß, sich damit zu befassen, weil es einfach super ist,
Vanessa Sendler: finde ich, was man sieht, was man da auch rausholt.
Vanessa Sendler: Also was die Leute, die kommen und sagen, ich will einfach eine neue Heizung
Vanessa Sendler: und man sieht dann am Ende, guck mal, hier gibt es eine Förderung und da gibt
Vanessa Sendler: es eine Förderung und wir finanzieren das Ganze auch noch günstig.
Vanessa Sendler: Was die Leute dadurch sparen, ist schon immens. Und daran sieht man einfach,
Vanessa Sendler: wie wichtig da eine gute Beratung ist.
Vanessa Sendler: Und das macht uns einfach auch viel Spaß, glaube ich, die Kundinnen und Kunden da zu beraten.
Vanessa Sendler: Jetzt sind wir aber eher im Bereich der Sanierung von Bestandsgebäuden,
Vanessa Sendler: was einen super großen Part im Moment, glaube ich, von unserer täglichen Arbeit einnimmt.
Vanessa Sendler: Aber der Neubau ist in Kichellen auch immer auf jeden Fall nochmal Thema.
Vanessa Sendler: Wo es auch über die neuen EU-Verordnungen letzten Endes Zielwerte gibt,
Vanessa Sendler: dass sie sagen, ab 2030 sollen die Neubauten Null-Emissionsgebäude sein.
Vanessa Sendler: Also auch da gibt es dann nochmal Vorgaben, dass da Energie gespart werden soll.
Vanessa Sendler: Jetzt ist von der KfW ja nochmal ein ganz neues Programm aufgelegt worden für
Vanessa Sendler: den Neubau von KfW 55 Häusern, wo wir alle ein bisschen überrascht waren,
Vanessa Sendler: dass es nochmal kommt, aber es ist da.
Vanessa Sendler: Am Ende des Tages wird das aber auch nicht das Ziel sein, sondern eher das 40
Vanessa Sendler: plus Haus, was der Standard werden muss.
Boris Blanck: Ich glaube aber auch, dass der, also ich denke, was uns die nächsten Jahre eher
Boris Blanck: mit begleiten wird, ist das Thema Modernisierung vom Bestandsgebäude.
Boris Blanck: Weil ich finde das gut, hat man am letzten Mal auch schon gesagt,
Boris Blanck: dass es dieses Programm wieder gibt, das KfW 55.
Boris Blanck: Aber es ist einfach mittlerweile so ein exorbitant hoher Kostenapparat,
Boris Blanck: der im Neubau einfach aufgerufen wird.
Boris Blanck: Und aufgrund aktueller Zinssituation auch nicht nur die Spritpreise in den letzten
Boris Blanck: Elftagen gestiegen, sondern auch die Zinskonditionen haben jetzt einen ordentlichen
Boris Blanck: Sprung da oben auch gemacht.
Boris Blanck: Und das spricht alles nicht momentan für diese Sektion.
Boris Blanck: Ich finde es mega schade, dass dieses ganze Thema Neubau einfach wirklich so
Boris Blanck: ein bisschen hinterher getraten ist, aufgrund der aktuellen Kostensituation.
Boris Blanck: Und ich glaube, das wird sich auch in den nächsten Jahren nicht großartig verändern.
Boris Blanck: Und ich meine, klar, wir haben hohe Ziele, auch dieses alles energetisch zu erreichen.
Boris Blanck: Nur es muss halt auch bezahlt werden. Und es gibt natürlich dann auch Förderprogramme,
Boris Blanck: die man auch damit einbinden kann.
Boris Blanck: Aber letztendlich die Förderung, die du dann bekommst, deckt halt im Prinzip
Boris Blanck: den Mehrkostenaufwand, den du betreiben musst, um das Objekt dann auf den Standard
Boris Blanck: zu bringen, was letztendlich dann gefordert wird.
Vanessa Sendler: Ja, muss man einfach sagen.
Boris Blanck: Also das ist dann offen und ehrlich gesagt. Fokus, wie gesagt,
Boris Blanck: sehe ich einfach bei denen und da auch unser Ansatz, auch die vernünftige und
Boris Blanck: ehrliche Beratung auch zu machen.
Boris Blanck: Wie sollten Sanierungsmaßnahmen aussehen? Wie kann man das angehen und welche
Boris Blanck: Möglichkeiten gibt es halt dann da, zumindest das nicht alles alleine stemmen
Boris Blanck: zu müssen, sondern halt auch mit staatlicher Hilfe?
Vanessa Sendler: Ja, ich sehe da auch einen hohen Beratungsbedarf tatsächlich bei unseren Investoren,
Vanessa Sendler: also die Kundinnen und Kunden, die Immobilien als Kapitalanlage zur Vermietung
Vanessa Sendler: kaufen, denn auch auf die wird einiges zukommen in den nächsten Jahren, denke ich.
Boris Blanck: Ja, und ich sage mal, auch die haben Auflagen, die sie erfüllen müssen.
Boris Blanck: Das sind auch alles Investments, die getätigt werden müssen.
Boris Blanck: Und es kann halt immer nur sein, dass dann letztendlich der Mieter Leidtrang
Boris Blanck: darunter sein wird, weil der eigentlich über
Boris Blanck: das Objekt des energetischen Sanierungsmaßnahmen natürlich führen muss.
Boris Blanck: Das heißt, wir müssen ja gucken, dass wir zumindest gucken, welche Möglichkeiten
Boris Blanck: gibt es, dass er halt dann so viel wie möglich sich dann wieder an Geld zurückholen
Boris Blanck: kann und das halt nicht dann dementsprechend auf einen Dritten umgelegt werden muss.
Vanessa Sendler: Ja und bedeutet aber auch, wenn ich investiere, also jetzt eine Wohnung eben
Vanessa Sendler: kaufe, dass ich mir sehr bewusst machen muss,
Vanessa Sendler: wie geht es weiter, welche energetischen Modernisierungsmaßnahmen stehen in
Vanessa Sendler: den nächsten Jahren, vielleicht in den nächsten zehn Jahren an und wie kann
Vanessa Sendler: das meine Renditerechnung am Ende auch kaputt machen.
Boris Blanck: Also ich habe auch mittlerweile gemerkt, dass ich dieses Thema Nachhaltigkeit
Boris Blanck: in meinen Finanzierungsgesprächen auch wirklich immer mehr mit bewerte.
Boris Blanck: Also wo du halt einfach mal sagst heute, okay komm,
Boris Blanck: du kaufst heute ein Objekt für in Anführungsstrichen halbwegs günstigen Einkaufspreis
Boris Blanck: und wenn du nicht dazu bereit bist, dann zu sagen, ich investiere jetzt hier
Boris Blanck: richtig oder kriegst einfach auch finanziell nicht dargestellt,
Boris Blanck: dass in den nächsten Jahren irgendwo diese energetische Sanierungsmaßnahme durchgeführt werden muss,
Boris Blanck: da muss man sich mittlerweile auch schon fragen, ist das überhaupt der richtige
Boris Blanck: Schritt, auch das dann überhaupt letztendlich als Berater auch damit zu empfehlen.
Boris Blanck: Oder dann einfach zu sagen, ey komm, pass mal auf, lass einfach mal von dem
Boris Blanck: Ding die Finger davon, weil was dich da in Zukunft noch erwarten wird,
Boris Blanck: wird dich einfach auffressen. Und das holst du dir niemals rein.
Vanessa Sendler: Also ich denke immer die Entscheidung, müssen die Kunden selber treffen,
Vanessa Sendler: aber zumindest darauf hinweisen kann man und es ist einfach deutlich am Markt
Vanessa Sendler: im Moment, dass die Immobilien, die energetisch nicht auf Stand sind,
Vanessa Sendler: dass die einfach deutlich preiswerter sind, als Schnäppchen vielleicht dastehen,
Vanessa Sendler: die sind vielleicht von innen auch schön renoviert, aber wenn sie energetisch
Vanessa Sendler: einfach schlecht sind, dann macht mir das mal eine Rendite unter Umständen einfach kaputt.
Boris Blanck: Genau, wenn du halt dann sagen musst, du weißt, innerhalb der nächsten zehn
Boris Blanck: Jahre gehst du an die dicken Dinger dran, wie Dach, Fassade,
Boris Blanck: Fenster und Heizung und da wissen wir ganz genau, über welche Summen wir dann da reden.
Boris Blanck: Und wenn du jetzt dann gerade sagst, du hast dich jetzt mit deiner murrlichten
Boris Blanck: Rate irgendwo so eingedongelt, dass es dann vernünftig funktioniert und auf
Boris Blanck: einmal kommt dann nochmal ein Invest von 150.000, 200.000 Euro mit drauf,
Boris Blanck: weil du es einfach von vornherein nicht mit berücksichtigt hast.
Boris Blanck: Und letztendlich solche Dinge, was wir jetzt heute auch thematisiert haben,
Boris Blanck: führt halt dazu, dass es immer mehr dazu kommen wird und dass wir uns mit diesem
Boris Blanck: Themenfelder immer mehr mit beschäftigen müssen.
Boris Blanck: Das heißt, das Thema Nachhaltigkeit wird immer eine größere Rolle nehmen,
Boris Blanck: auch in unseren Beratungsgesprächen.
Vanessa Sendler: Ja, und es soll im Gebäudemodernisierungsgesetz in dem neuen Jahr auch berücksichtigt
Vanessa Sendler: werden, dass eben ein gewisser Mieterschutz da ist und das muss den Investorinnen
Vanessa Sendler: und Investoren einfach klar sein.
Boris Blanck: Auf jeden Fall. Wird auf jeden Fall wieder mal kein langweiliges Jahr,
Boris Blanck: zumindest mal was diese energetische Geschichte betrifft.
Vanessa Sendler: Ja, das Thema begleitet uns ja jetzt schon eine ganze Weile.
Vanessa Sendler: Wir freuen uns auf jeden Fall drauf und beraten dazu gerne.
Boris Blanck: Genau, also nochmal Einladung, wenn Bedarf dazu ist, gerne uns ansprechen.
Boris Blanck: Wir, unsere Kollegen stehen da mit Rat und Tat zur Seite und versuchen hier
Boris Blanck: wirklich das Beste auch dann in dem Themenfeld rauszuholen.
Vanessa Sendler: Ganz genau. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.
Boris Blanck: Bis zum nächsten Mal. Einen schönen Tag.
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